Besondere Barockmusik aus Osnabrück

Paul Ignaz Lichtenauer war von 1715 bis zu seinem Tod im Jahre 1756 Domkapellmeister am Osnabrücker Dom und komponierte in dieser Zeit zahlreiche Werke, von denen viele verschollen sind, einige aber jüngst wiederentdeckt wurden. Es handelt sich dabei um Drucke von zwei Werksammlungen: „opus 1“ umfasst 24 Offertorienmotetten für Soli, Chor und Instrumentalensemble, „opus 2“ sechs Messen für Soli, Chor und Orchester. Es ist in diesem Umfang eine der bedeutendsten Funde zur älteren Musikgeschichte Osnabrücks.

Einige dieser Werke werden nun zum ersten Mal in Osnabrück aufgeführt. Darunter die „Missa Assumptionis“ für Solisten, Chor und Orchester und drei seiner Offertorienmotetten. Dazu erklingen im Konzertprogramm weitere geistliche Werke von Johann Rosenmüller und Johann Philipp Krieger, die vermutlich zum Repertoire der bischöflichen Hofkapelle in der Zeit Lichtenauers gehörten.

Für das Konzert konnte der Osnabrücker Jugendchor hervorragende Musizierpartner gewinnen: das renommierte „Johann-Rosenmüller-Ensemble“, das sich auf die Musik des 17. Und 18. Jahrhunderts spezialisiert hat und sich besonders um die Pflege der Musik aus dem norddeutschen Raum verdient gemacht hat und vier Gesangssolisten, die zu den etabliertesten Musikern der Barockmusikszene gehören.

Das Konzert findet am 9. September um 19:30 Uhr im Osnabrücker Dom statt. Karten gibt es für 18,- € (erm. 13,- €) im Vorverkauf im Forum am Dom und für 20,- € (erm. 15,- €) an der Abendkasse.

Mi, 06. September 2017

Themen: Musik
Abteilung: Rund um den Dom : Dommusik

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