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Priesterrat im Bistum Osnabrück: Pastoralen Weg in der Gemeindeleitung fortsetzen

Der Sprecher des Priesterrates im Bistum Osnabrück, Propst Dr. Bernhard Stecker aus Bremen, hat den Osnabrücker Bischof Dr. Franz-Josef Bode ermutigt, bei den Formen der Gemeindeleitung den bisherigen pastoralen Weg im Bistum weiterzugehen. Stecker äußerte sich am Mittwoch nach der Veröffentlichung der Instruktion der vatikanischen Kleruskongregation über die Leitung von Pfarrgemeinden. Er sprach sich für eine differenzierte Betrachtung des Papiers aus.

Die Instruktion liefere eine treffende Beschreibung der Situation, wenn es etwa darauf hinweise, dass Pfarreien die Impulse der Zeit aufnehmen müssten, sagte der Sprecher des Priesterrates. Jedoch werde ein zu sehr auf die Pfarrer zentriertes Kirchenbild gezeichnet. Zudem würden die Vorgaben zum Teil der realen Situation nicht gerecht. Das gelte zum Beispiel für das Bistum Osnabrück, wo zur Leitung der Pfarreien künftig nicht mehr genügend Priester zur Verfügung stünden. „Viele Priester wünschen sich auch eine Entlastung in Verwaltungs- und Leitungsaufgaben, um mehr Zeit für Seelsorge und Glaubensweitergabe zu haben“, erklärte Stecker. Es drohe eine Überlastung der Priester, wenn sie für alles zuständig und kompetent sein müssten. Die Arbeit im Team und eine Delegation von Aufgaben sei kein Nachteil, sondern vielmehr eine Chance gerade für eine missionarische Erneuerung der Pfarreien.

Zum Bistum Osnabrück gehören derzeit 335 katholische Priester, davon 99 im Ruhestand. Der Priesterrat berät die Bistumsleitung in Fragen der Seelsorge. Den Vorsitz des Gremiums hat der Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode.

Do, 23. Juli 2020

Themen: Bischof | Kirchengemeinden
Abteilung: Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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