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LWH stellt Fläche für Flüchtlinge bereit

Dr. Michael Reitemeyer (Bild: LWH)
Dr. Michael Reitemeyer (Bild: LWH)
Das Ludwig-Windthorst-Haus (LWH) stellt der Stadt Lingen einen Teil seines Grundstücks für eine Flüchtlingsunterkunft zur Verfügung. Eine entsprechende Bitte von Oberbürgermeister Dieter Krone hat Akademiedirektor Dr. Michael Reitemeyer positiv beantwortet. Auf die Anfrage folgten viele Gespräche: mit dem SKM als Bauträger, der Stadt, dem Ortsrat Holthausen-Biene, der Nachbarschaft und dem Projektbüro Wabe. Über das Ergebnis der Gespräche ist Reitemeyer erfreut: "Alle Beteiligten wollen einen Beitrag dazu leisten, dass die Flüchtlinge nach Monaten voller Angst und Unsicherheit hier in Holthausen zur Ruhe kommen und eine gute Bleibe finden. So etwas können wir nur als gemeinsames Projekt aller stemmen."

Am Runden Tisch aktuelle Fragen besprechen
In den Gesprächen wurde beispielweise überlegt, einen Runden Tisch einzurichten, an dem der Ortsrat, die Nachbarn, die Kirchen, die Wabe und das LWH regelmäßig aktuelle Fragen zur Flüchtlingsunterkunft besprechen. "Daraus sollen dann Maßnahmen entstehen, mit denen die Integration der ausländischen Gäste in Holthausen-Biene gelingen kann", so Reitemeyer weiter. Noch seien nicht alle Fragen geklärt, deswegen sei es aber umso wichtiger, sich gut auf die Ankunft der Flüchtlinge vorzubereiten: "Wir betreten absolutes Neuland."

Für den Theologen ist die Anfrage der Stadt auch eine Gewissensfrage: "Wenn wir unser Christsein ernst nehmen, schließt das gerade auch die Aufnahme jener Menschen ein, die zu den Ärmsten gehören, und das sind die Flüchtlinge." Reitemeyer, der seit fünf Jahren das LWH leitet, sieht die Akademie als kirchliche Einrichtung in der Pflicht: "Wir können nicht nur immer darüber reden, wie wichtig es ist, Flüchtlinge aufzunehmen, wir müssen auch handeln.“

"Auf dem LWH-Gelände sind sie mittendrin"
Als Ort für die Flüchtlingsunterkunft haben sich Stadt, SKM und LWH für eine Fläche am Remmers-Patt nördlich der beiden LWH-Gästehäuser ausgesprochen. An der Stelle stand bis 2013 ein Gästehaus, das aber im Zuge der Sanierung des LWH abgerissen wurde. "Wir halten es für wichtig, dass Flüchtlinge nicht irgendwo in einem Industriegebiet fernab von jeglicher Infrastruktur untergebracht werden. Auf dem LWH-Gelände sind sie mittendrin", betont Reitemeyer.

Im März 2016 werden laut Planungen der Stadt die ersten der bis zu 30 Flüchtlinge in die Unterkunft einziehen. Verantwortlich für die Betreuung der Flüchtlinge sowie für das Gebäudemanagement ist, wie bei allen Lingener Flüchtlingsprojekten, der SKM.

Fr, 24. Juli 2015

Themen: Flüchtlingshilfe
Abteilung: Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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