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Barrierefrei in den Dom

(Bild: Bistum Osnabrück)
Dombaumeister Ralf Schlüter, Helga Stübbe (Behindertenforum Osnabrück), Claudia Schütt (Behindertenforum), Domdechant Heinrich Silies, Melanie Lemme (Behindertenforum) und Brigitte Schmechel, stellvertretende Vorsitzende des Behindertenforums (v.l.)
Neue Zugänge für Menschen mit Behinderung: Die zwei Türen an der Nordseite des Osnabrücker Doms öffnen sich jetzt dank neuester Technik nahezu geräuschlos und ganz automatisch – eine leichte Berührung der Stelensymbole genügt. Damit ist der Dom jetzt auch direkt vom Parkplatz an der Großen Domsfreiheit barrierefrei zugänglich. "Im Mittelpunkt stehen immer die Menschen. Da der Wunsch nach mehr barrierefreien Zugängen zum Dom von unseren Gemeindemitgliedern mehrfach geäußert wurde, wollten wir dem nachkommen", sagt Domdechant Heinrich Silies.

"Die Umbaumaßnahme musste praktischen und baulichen Anforderungen gerecht werden. Daher war die Planung sehr aufwendig", resümiert Dombaumeister Ralf Schlüter. Das Öffnen der schweren Domtüren erfordert eine spezielle Technik. Zudem musste sich der Umbau den architektonischen Gegebenheiten anpassen – so wurden beispielsweise die Stelen von einem Künstler mitgestaltet. Dank sehr kleiner Sensoren und unterirdischer Motoren bleiben die Türen in ihrer Gesamtgestaltung unverändert.

Um die Türen wirklich bedarfsgerecht umzugestalten, wurden Mitglieder des Osnabrücker Behindertenforums eingeladen, sich an den Planungen zu beteiligen. "Wir sind froh, dass wir so früh mit einbezogen wurden und unsere Verbesserungsvorschläge einbringen konnten", erklärt Brigitte Schmechel, stellvertretende Vorsitzende des Behindertenforums.

Schon vorher bestand die Möglichkeit, durch eine Tür am Kreuzgang barrierefrei in den Dom zu gelangen. Jetzt haben Rollstuhlfahrer auch einen direkten Zugang in den Chorumgang. Die Kosten für den Umbau der beiden Türen an der Nordseite belaufen sich auf rund 100.000 Euro.

Fr, 11. September 2015

Themen: Bauwesen | Domkapitel | Inklusion
Abteilung: Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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