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Bode zieht positives Fazit nach Synode in Rom

(Bild: Bistum Osnabrück)
Bischof Bode hat vor Journalisten ein positives Fazit zur Synode gezogen. (Bild: Bistum Osnabrück)
Die Bischofssynode unter dem Titel "Die Berufung und Sendung der Familie in Kirche und Welt von heute" ist am gestrigen Sonntag (25.10.) in Rom zu Ende gegangen. Drei Wochen lang haben mehr als 270 Synodenväter über aktuelle Fragen zur Familie in Rom beraten. Darunter auch Bischof Franz-Josef Bode.

Der Bischof von Osnabrück hat die Familiensynode als einen "wirklichen Lernprozess" bezeichnet. "Es ist vor allem deutlich geworden, wie vielfältig und bunt Weltkirche ist", sagt Bode. Auf den verschiedenen Kontinenten denke man unterschiedlich über Familie. So würden in anderen Teilen der Welt Einzelfragen und ein so individueller Blick, wie wir ihn in Europa hätten, gar nicht berücksichtigt. Letztendlich wollten jedoch alle verlässliche Beziehungen. Es seien die Grundwerte, die die Menschen teilen. Daher sei es nicht gut, die Bedeutung der Synode an Details zu messen. "Diese Vielfalt ist ein Reichtum, macht aber gleichzeitig die Bewegung nach vorne schwierig", betont er.

Bode: "Kirche geht die Wege der Menschen mit!"
Sein Fazit: "Kirche steht für Familien! Kirche geht die Wege der Menschen mit!" Das sei zunächst positiv und nicht negativ. "Der Schritt, den Kirche in die Öffnung tut, ist ein relativ kleiner", sagt Bode. Mit Blick auf die Weltkirche sei es aber ein großer Schritt. "Man darf die Relevanz eines solchen weltweiten Kongresses, in dem all die Fragen zur Ehe und Familie behandelt werden, nicht unterschätzen", betont der Bischof.

Zufrieden zeigt sich Bode mit dem Abschlussdokument der Synode, das mit einer Zweidrittelmehrheit verabschiedet wurde. "Ich persönlich bin durchaus zufrieden, dass wir auf einen so offenen Weg gekommen sind." Dennoch hätte er sich an manchen Stellen "mehr Mut zu klareren Worten gewünscht", so der Bischof. Die Synode sei jedoch "als Anstoß und Impuls, nicht als Ende eines Weges zu sehen".

Bischofssynode berät - Papst Franziskus entscheidet
Wie geht es jetzt weiter? Die Bischofssynode hat für den Papst lediglich beratende Funktion. Nur Franziskus selbst kann jetzt Entscheidungen für die ganze Kirche treffen. "Mein Wunsch ist, dass er frei mit den Dingen umgeht und sie in seiner lebendigen Sprache zum Ausdruck bringt", sagt Bode. Er vermute, dass Franziskus das Thema "Ehe und Familie" im Zusammenhang mit dem "Jahr der Barmherzigkeit" noch einmal aufgreife. Die deutschen Bischöfe arbeiten zurzeit ebenfalls an einem Schreiben zur gleichen Thematik. Auch darin sollen die Ergebnisse der Synode einfließen.

Mehr Informationen finden Sie im Internet: www.dbk.de/themen/Bischofssynode

Mo, 26. Oktober 2015

Themen: Bischof | Ehe und Partnerschaft | Familie
Abteilung: Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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