Erkundungen auf dem Weg der Ökumene

Bischof Franz-Josef Bode hat eine Bibelarbeit zur Eröffnung der Tagung der Landessynode in Hannover gehalten. Es sei etwas Außergewöhnliches für ihn, hier über einen biblischen Text zu sprechen und nicht einfach nur ein Grußwort zu halten, leitete Bischof Franz-Josef Bode seine Bibelarbeit ein. Zielpunkt seiner Ausführungen war das Bibelwort: „Gerade jetzt sollte sich die Kraft des Herrn in ihrer ganzen Größe zeigen“ (Num 14,17). Bischof Bode betonte, das „Gerade jetzt“ müsse wie ein gemeinsamer Schrei der Christen ertönen. Es sei eine Chance, gemeinsam die Welt anzusehen und die Realitäten zu betrachten. Es gelte, gemeinsam Verantwortung wahrzunehmen, die sich auf die heutigen Herausforderungen beziehe.


Synodenpräsident Matthias Kannengießer (von links) und Landesbischof Ralf Meister begrüßten Bischof Franz-Josef Bode auf der Tagung der Landessynode in Hannover.
(Bild: Jens Schulze )
Zum Wahrnehmen der Lebenswirklichkeit gehöre gerade im Jahr des Reformationsgedenkens die gemeinsame Verantwortung in der Ökumene. Zum ersten Mal sei das Reformationsgedenken eng verbunden mit der katholischen Kirche, sagte Bischof Bode und sprach mit leichtem Schmunzeln von „unserem“ Reformationsgedenken.

Ökumene bedeute, die Zeichen der Zeit gemeinsam im Licht des Evangeliums zu deuten, so der Theologe weiter. Dabei gelte es die Handschrift des gemeinsamen Gottes zu entdecken. Als Beispiel führte Bode die gemeinsame Reise von Vertretern der Evangelischen Kirche in Deutschland und der Deutschen Bischofskonferenz ins Heilige Land an. Diese Reise sei eine gemeinsame Erkundung gewesen, „wie wir gemeinsam auf das schauen, was uns verbindet“. Dies habe eine hohe Bedeutung für die Ökumene.

Bode forderte die Friedenskraft der Religionen herauszustellen: „Wir müssen gemeinsam daran arbeiten, dass der Friedensbeitrag des Christlichen größer ist als das Konfliktpotential untereinander.“ So geschehe es beispielsweise beim Weltfriedenstreffen 2017 in Osnabrück und Münster - weiter Infos dazu finden Sie hier.

Do, 04. Mai 2017

Themen: Bischof
Abteilung: Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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