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Corona und prekäre Arbeitsverhältnisse: Jetzt die Initiative Lieferkettengesetz unterstützen!

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf Arbeitswelt und Wirtschaft sind noch überhaupt nicht absehbar. Bereits jetzt ist aber klar: Diese globale Krise trifft viele Menschen, die weltweit in prekären Arbeitsverhältnissen schuften, mit aller Brutalität. Viele von ihnen produzieren Waren für den europäischen Markt - zum Beispiel in der Textilindustrie.
An diesem Freitag, dem 24. April jährt sich zum siebten Mal der Einsturz der Textilfabrik Rana Plaza in Bangladesh. Mehr als 1100 Menschen verloren dadurch ihr Leben. Seitdem hat sich für die Textilarbeiterinnen und Textilarbeiter weltweit wenig geändert, wie z.B. die aktuelle Studie “Ausbeutung made in Europe“ (Brot für die Welt) deutlich macht.
Die „Initiative Lieferkettengesetz“ will diese Arbeitnehmer*innen in Zukunft besser schützen. Seit September 2019 läuft die Kampagne in Deutschland mit dem Ziel, noch in dieser Legislaturperiode ein Gesetz zu verabschieden, das Unternehmen verpflichtet in der gesamten Lieferkette von Produkten Umweltstandards und Menschenrechte einzuhalten.
Die Kampagne wird von einem breiten Bündnis von Gewerkschaften, Entwicklungsorganisationen und kirchlichen Organisationen getragen. Auch das Bistum Osnabrück gehört dem Unterstützerkreis an.
Auf der Seite lieferkettengesetz.de finden sich im Bereich „Mitmachen“ ( https://lieferkettengesetz.de/mitmachen/) viele konkrete Ideen, wie Einzelne, Gruppen oder Gemeinden trotz Kontaktbeschränkung für dieses Thema sensibilieren können. Auch die Seite suedwind.org bietet viele interessante Hintergrundinformationen und Anregungen.

Do, 23. April 2020

Themen: Corona | Weltkirche
Abteilung: Seelsorge

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