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Von Kirchtürmen und Netzwerken

Wie engagierte Bürger das Emsland voranbringen
Die Studie des renommierten Berlin Institutes bescheinigt den engagierten Bürgern im Emsland, dass sie es sind, die durch ihr positives Selbstbild und ihre Tatkraft wesentlich zum Erfolg des Emslandes beitragen. Ein weiterer Erfolgsfaktor liegt im guten Miteinander von Bürgern, Vereinen und Verbänden, Kirche und Kommune sowie der lokalen Wirtschaft. Die Interviews haben gezeigt, dass der Glaube der Menschen, „etwas bewirken zu können und zu wollen“, eng mit dem christlichen Menschenbild verbunden ist und dass Kirche noch ein wesentlicher Treiber von Engagement ist.


Foto: Roland Knillmann

Die Herausforderung, Wandlungsprozesse in der sich verändernden Gesellschaft pro aktiv zu gestalten, wird in der Studie deutlich aufgezeigt. Die großen Institutionen verlieren an richtungsweisender Bedeutung und müssen sich umbauen zu Dienstleistern, die Anliegen der Menschen vor Ort unterstützen und noch stärker in Netzwerken zusammenarbeiten.

Dr. Klingholz, Leiter des Berlin Institutes, führte am 17.5.2017 im Ludwig-Windthorst-Haus in Lingen vor 180 Gästen aus, wie besonders das Emsland aufgestellt ist, verglichen mit anderen Regionen Deutschlands und Europas. Auf Grund seiner Lage und Siedlungsstruktur wären Probleme der Abwanderung und Schrumpfung und die damit verbundenen Infrastrukturprobleme zu erwarten, doch das Gegenteil ist der Fall. Es gibt Arbeitsplätze, junge Menschen, die gerne in emsländischen Dörfern leben, und einen guten Zusammenhalt.

Foto: Roland Knillmann

So werden „weiche Faktoren“, wie die Förderung von Engagement und gegenseitiger Sorge zu einem wichtigen Bindungsfaktor und damit zu einem „Standortvorteil“, der Zukunftsfähigkeit und Demografiefestigkeit begünstigt. Im Bistum Osnabrück engagiert sich die Seelsorge für Menschen im 3. & 4. Lebensalter unter dem Titel: Füreinander mit Herz und Hand“ für die Förderung von sorgenden Gemeinden. Gemeinsam mit der Caritas werden sozialpastorale Ansätze begleitet und unterstützt.

Die Studie finden Sie hier

Foto: Roland Knillmann

Do, 18. Mai 2017

Themen: Ehrenamt | Senioren/3. und 4. Lebensalter | Dies und das
Abteilung: Seelsorge: Übergemeindliche Pastoral

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