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Das Archiv der Ursulinen in Osnabrück-Haste jetzt im Diözesanarchiv

Es ist geschafft! Das Archiv des Angela-Klosters in Osnabrück-Haste ist in das Diözesanarchiv umgezogen: Über 50 Umzugskisten mit Unterlagen zu den Ordensschwestern, umfangreichen Bauunterlagen und Plänen zum Kloster und zur dortigen Kirche, dem "Ursula-Boten" und anderen Ordens-Veröffentlichungen sind im Diözesanarchiv angekommen. Die Überlieferung des Klosters reicht zurück bis ins 19. Jahrhundert in die "Kulturkampfzeit" im Kaiserreich zurück.

Sr. Paula und Sr. Uta von den Ursulinen freuten sich über die Umzugshilfe der Archivmitarbeiter Georg Wilhelm, Joachim Herrmann und Martin Brune (Bild: Diözesanarchiv)
Sr. Paula und Sr. Uta von den Ursulinen freuten sich über die Umzugshilfe der Archivmitarbeiter Georg Wilhelm, Joachim Herrmann und Martin Brune (Bild: Diözesanarchiv)
Die Akten und anderen Unterlagen werden zunächst von den Mitarbeitern des Diözesanarchivs gesichtet, in den nächsten Jahren verzeichnet und dann in Archivkartons verpackt. Dann können Interessierte die Akten des Klosters im Diözesanarchiv einsehen, und die Wissenschaft kann sich eingehend mit diesem wichtigen Zweig katholischen Wirkens beschäftigen.

Die Initiative zum Umzug des Archivs ging von Kloster-Oberin Schwester Uta Brockschmidt und Generalvikar Theo Paul aus. Angesichts des zunehmenden Alters der nunmehr 14 Ordensschwestern galt es, für das Archiv des Klosters eine dauerhafte Lösung zu finden.

Gegründet wurde das selbständige Angela-Kloster im Jahr 1903. St. Angela war Mutterhaus auch für St. Ursula in der Stadt Osnabrück und weitere Häuser in Eutin/Oldesloe (Schleswig-Holstein) und Hamburg. Zunächst entstand eine Haushaltsschule, 1910 eine Frauenschule und 1929 eine Frauenoberschule. 1941 wurde das Angela-Kloster von der Gestapo beschlagnahmt, und erst 1948 wurde den Ursulinen das Gebäude zurückgegeben. 1962 wurde St. Angela durch einen Großbrand schwer zerstört. Die mit dem St.-Angela-Kloster verbundene Angelaschule ist heute ein Gymnasium für Mädchen und Jungen in Trägerschaft des Bistums Osnabrück.

Di, 16. Dezember 2014

Themen: Archiv
Abteilung: Kultur und Archiv

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