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Artikel im Detail

Vorbeugende Maßnahmen gegen die Weiterverbreitung des Coronavirus im Bistum Osnabrück // Stand 31. August 2020

Die Corona-Krise erfordert es weiterhin, in den Kirchengemeinden und Einrichtungen des Bistums Osnabrück Maßnahmen gegen die Weiterverbreitung des Virus zu ergreifen und die entsprechenden Anordnungen der Behörden strikt zu befolgen. Das gilt insbesondere für Gottesdienste und andere Veranstaltungen, an denen mehrere Menschen auf engem Raum zusammenkommen. Es gelten folgende, aktualisierte Rahmenbedingungen für Kirchengemeinden im Bistum Osnabrück:

(1) Priorität existenzieller Situationen

  • Trauerfeiern: Insbesondere Trauernde haben in den zurückliegenden Wochen häufig darunter gelitten, dass sie sich nicht angemessen von ihren Verstorbenen verabschieden konnten. Deshalb ist gerade auf die Gestaltung von tröstlichen Trauerfeiern größter Wert zu legen. Auch ein Requiem/Auferstehungsamt kann dazu gehören, für das die gleichen Vorgaben gelten wie für andere öffentliche Gottesdienste (siehe Punkt 2). Bei der Nutzung von öffentlichen Trauerhallen gelten die kommunalen Vorgaben.
  • Seelsorgliche Einzelbegleitung: Wenn Einzelne nach Sakramenten fragen und diese selbst nach eingehender Erläuterung der einschränkenden Umstände, unter denen sie momentan gespendet werden können, weiterhin empfangen möchten, soll dies möglich sein.
  • Falls Hausbesuche gewünscht sind, können diese unter Beachtung der Abstands- und Hygieneregeln erfolgen.

(2) Feier von öffentlichen Gottesdiensten

Bei Gottesdienstfeiern jeglicher Art sind die jeweils aktuell geltenden gesetzlichen Regelungen der Bundesländer Bremen und Niedersachsen zu beachten. Nähere Einzelheiten und praktische Hinweise (z. B. Kirchraum, Liturgische Dienste inkl. Kirchenmusik, Sakramentenspendung, Beerdigungen etc.) finden Sie hier in der Checkliste für öffentliche Gottesdienste im Bistum Osnabrück .

(3) Aufrechterhaltung alternativer Angebote

  • Unverzichtbar bleibt, dass alternative Angebote der seelsorglichen und pastoralen Begleitung, die sich in den letzten Wochen bewährt haben, aufrechterhalten werden. Dazu zählen bspw. Impulse per Internet oder gedruckt, die „Sichtbarkeit“ des Pastoralteams, alternative Kontaktformen mit Gemeindemitgliedern. Die Kreativität, die hier gewachsen ist und auch Menschen in ihrer spirituellen Selbstsorge bestärkt hat, ist ein Geschenk, das gehegt werden darf.
  • Die Kirchen sollen als Orte des Gebets und der persönlichen Sammlung weiterhin offengehalten werden.
  • Der sozial-karitative Bereich ist im Blick zu behalten: Wo wird auch jetzt tatkräftige Hilfe benötigt und kann ermöglicht werden?
  • Für diejenigen, die an den öffentlichen Gottesdiensten nicht teilnehmen können oder (noch) nicht wollen, braucht es weiterhin geistliche Unterstützungsangebote. Der Livestream aus dem Osnabrücker Dom wird zu diesem Zweck samstags als Vorabendmesse um 19 Uhr fortgesetzt.

(4) Freizeiten/Pfarrgemeindefeste

  • Mindestens bis zum Ablauf des 31.08.2020 bleiben in Niedersachsen Veranstaltungen und Reisen nach § 11 SGB VIII für Kinder - Jugendgruppen mit Übernachtung für Gruppen mit mehr als 50 Personen verboten. Bei Veranstaltungen und Reisen nach § 11 SGB VIII für Kinder- und Jugendgruppen mit Übernachtung mit weniger als 50 Personen ist ein Hygienekonzept nach § 3 der aktuell geltenden niedersächsischen Verordnung zu erstellen. Weitere Hinweise und praktische Hilfen finden Sie hier in den Empfehlungen für die Jugendarbeit und hier in der Arbeitshilfe Hygienekonzepte Jugendbereich Bistum Osnabrück.
  • Unter Verweis auf die landesrechtlichen Vorgaben zu Großveranstaltungen, die mindestens bis zum 31. August 2020 gelten, sollten Pfarrgemeindefeste und vergleichbare Veranstaltungen für das Jahr 2020 abgesagt werden.

(5) Nutzung von Pfarrheimen

Unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln können in den Pfarrheimen gemeindeeigene Veranstaltungen und Sitzungen und Veranstaltungen der Gremien, Vereine und Verbände wieder stattfinden. Nähere Einzelheiten, wie das für die Öffnung notwendige Hygienekonzept, finden Sie hier in der Information zur Nutzung von Pfarrheimen.

(6) Pfarrbüros

Die Pfarrbüros können unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregelungen geöffnet werden. Nähere Einzelheiten (auch zur Erstellung eines Hygienekonzept) finden Sie hier in der Information zur Öffnung der Pfarrbüros..

(7) Kirchliche öffentliche Büchereien (KöB)

Kirchliche Büchereien in Räumlichkeiten, deren Nutzfläche unterhalb von 800 Quadratmetern liegt, können unter Beachtung folgender landesrechtlichen Vorschriften wieder geöffnet werden:

  • Einhaltung eines Mindestabstands von 1,50 Metern zwischen den Büchereinutzern.
  • Sicherstellung, dass sich pro 10 Quadratmeter Büchereifläche maximal eine Person im Raum befindet. Sofern die Nutzfläche der Bücherei nicht bekannt ist, kann diese bei den Mitarbeitern im Referat Bau der Abteilung Kirchengemeinden erfragt werden.
  • Schaffung von Vorkehrungen zur Steuerung des Büchereizutritts (z. B. Führen von Computerlisten, Vergabe von Zutrittskarten etc.).
  • Vermeidung von Warteschlangen vor dem Büchereigebäude bzw. Regelung, dass Abstandsvorgaben eingehalten werden.
  • Einhaltung der Hygienevorschriften, insbesondere Verpflichtung des Tragens eines Nase-Mund-Schutzes beim Eintritt in die Bücherei.

(8) Allgemeine Vorschriften

Für jede Begegnung im kirchlichen Kontext sind die Empfehlungen und rechtlichen Vorgaben des Robert-Koch-Instituts (RKI), der Länder Niedersachsen bzw. Bremen sowie der jeweiligen Landkreise und Kommunen strikt einzuhalten. In der Praxis bedeutet dieses weiterhin für alle Kirchengemeinden und Einrichtungen im Bistum Osnabrück:

Die Auflistung der einzuhaltenden Kriterien ist nicht abschließend, sondern um die jeweils aktuellen Bedingungen der örtlich zuständigen Behörden zu ergänzen. Zugleich bitten wir darum, sich eigenständig über weitere Entwicklungen und Empfehlungen im Zusammenhang mit der Corona-Epidemie zu informieren. Die jeweils aktuell geltenden Verordnungen der Bundesländer Bremen und Niedersachsen mit Informationen zum Corona-Virus finden Sie hier:

Mo, 31. August 2020

Themen: Corona
Abteilung: Bistumsleitung

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