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Gottesdienst-Streaming nur noch über Social-Media Portale

Gottesdienste sollen bis auf Weiteres nur noch über Dienste wie YouTube, Facebook oder andere Portale gestreamt werden. Darum bittet die Deutsche Bischofskonferenz. Grund sei eine bis jetzt ungeklärte Rechtefrage. Die Bischofskonferenz hatte mit der GEMA eine Vereinbarung erreicht, die es ermöglichte, Gottesdienste und andere liturgische Feiern über das Internet zu streamen und Liednoten und -texte online einzustellen. Dieser Vertrag lief zum 15. September aus. Derzeit verhandelt der Verband der Diözesen Deutschlands (VDD) noch mit der GEMA, um eine Verlängerung zu erreichen.

Allerdings, heißt es in dem Schreiben der Bischofskonferenz, habe der VDD auf Grundlage von Rückfragen und Erkundigungen in den Kommissionen des Verbandes die Wahrnehmung, dass in den Pfarreien jetzt schon überwiegend auf Portale wie YouTube, Facebook oder andere Betreiber zurückgegriffen wird.

Die Nutzung dieser Portale sei zulässig, so die Bischofskonferenz, ohne dass es dafür einer Vergütung gegenüber dem Portalbetreiber oder gar der GEMA bedarf. Portalbetreiber wie YouTube und Facebook haben eigene Vereinbarungen mit der GEMA geschlossen, die es ermöglichen, urheberrechtlich geschützte Werke einzustellen. „Darüber hinaus bieten diese Portale eine höhere Rechtssicherheit. Sollte beispielsweise ein Musikstück, welches für die Online-Nutzung vorgesehen ist, nicht zum GEMA-Repertoire gehören, werden die Nutzer vom Portalbetreiber darauf aufmerksam gemacht“, heißt es in dem Schreiben.

Die Bischofskonferenz weist auch darauf hin, dass durch Verlinkung zudem die Möglichkeit besteht, über YouTube, Facebook oder andere Portalbetreiber gestreamten Gottesdienste oder Veranstaltungen in die eigene Internetpräsenz aufzunehmen. Eine Verlinkung über Hyperlinks aber auch durch Framing (sogenannte eingebettete Links) ist rechtlich zulässig, solange Sie darauf aufmerksam machen, dass es sich um eine Verlinkung auf fremde Homepages beziehungsweise Internetpräsenzen handelt.

Do, 01. Oktober 2020

Themen: Gottesdienst | Urheberrecht | Corona
Abteilung: Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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