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Informationen zur geplanten Übertragung der Schulträgerschaft von vier Schulen

Die Kongregation der „Franziskanerinnen vom hl. Martyrer Georg zu Thuine“ ist Gründerin und langjährige Schulträgerin von derzeit acht Schulen im Gebiet des Bistums Osnabrück sowie einer Förderschule im Bundesland Thüringen. Seit vielen Jahren gibt es eine gute Kooperation der beiden Schulträger, die sich u.a. darin ausdrückt, dass in den Ordensschulen auch Beamte der Schulstiftung im Einsatz sind.

Die Zuwendungen des Landes und der kommunalen Schulträger an Schulen in freier Trägerschaft sind keineswegs ausreichend, um die Personal- und Sachkosten zu decken. Daher müssen Schulträger und Eltern einen hohen Eigenanteil aufbringen. Um die finanziellen Belastungen für den Orden nachhaltig zu reduzieren, werden derzeit konstruktive Gespräche geführt, um vier Schulen in die Trägerschaft der Schulstiftung im Bistum Osnabrück zu überführen. Dabei handelt es sich um folgende Schulen:

1. Franziskusgymnasium Lingen, In den Strubben 11, 49809 Lingen

2. Mariengymnasium Papenburg, Im Stadtpark 29/31, 26871 Papenburg

3. Berufsfachschule im Marienheim, Gut Sutthausen 1, 49082 Osnabrück, eine Berufsbildende Schule mit den Schwerpunkten Hauswirtschaft, Pflege und Sozialpädagogik mit dem Angebot von der Berufseinstiegsklasse, um den Hauptschulabschluss zu erwerben, bis zur Fachoberschule Gesundheit & Soziales bzw. Sozialpädagogik, die die allgemeine Fachhochschulreife vermittelt.

4. Fachschule St. Franziskus Lingen, In den Strubben 9, 49809 Lingen, mit den Ausbildungsmöglichkeiten zur Fachrichtungen Pflegeassistenz und Sozialassistenz, zur Erzieherin und zum Heilpädagogen.

Der Ordensgemeinschaft der Thuiner Franziskanerinnen und der Schulstiftung liegt sehr daran, das katholische Profil der vier Schulen mit mehr als 2.500 Schülerinnen und Schülern nachhaltig zu erhalten und die langjährig anerkannte Arbeit zu sichern, zum Wohle der jungen Menschen in den Schulen und in Anerkennung der Lebensleistung vieler Ordensschwestern, ohne die es diese Schulen nicht gäbe. Da im Verbund der Schulstiftung derzeit in Niedersachsen schon fünf Gymnasien und eine Berufsbildende Schule mit affiner bzw. identischen fachlichen Ausrichtungen vorhanden sind, sieht sich die Schulstiftung in der Lage, diese neu hinzukommenden Schulen fachlich gut zu unterstützen.

Was zielen die beiden Schulträger an?
Die vier Schulen sollen zum 1. Januar 2018 in die Trägerschaft der Schulstiftung im Bistum Osnabrück wechseln. Bereits mit Beginn des kommenden Schuljahrs, also ab dem 1. August 2017, werden die Träger eng kooperieren, um den Trägerwechsel vorzubereiten.

Was ändert sich nicht?

  • Das individuelle Schulprofil der vier Schulen als katholische Schulen.
  • Die Namen der Schulen.
  • Die Schülerinnen und Schüler werden weiterhin ihre jeweilige Schule besuchen kön-nen.
  • Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden von der Schulstiftung übernommen.
  • Ordensschwestern werden weiterhin an den Schulen präsent sein.
  • Die vertraglichen Vereinbarungen mit den Landkreisen bleiben bestehen.
  • Der Status der Schulen als anerkannte Ersatzschule aufgrund § 147 (3) des Nieder-sächsischen Schulgesetzes und die fortlaufende Gewährung der Finanzhilfe durch das Land Niedersachsen gemäß § 149 (3) bleibt.

Was ändert sich?

  • Formal der Dienstgeber für die angestellten Lehrkräfte, nicht das Arbeitsrecht.
  • Lehrer und nichtlehrende Mitarbeiter, Eltern, Schüler werden Teil des Verbundes der Stiftungsschulen, z.B. bei den Fortbildungsmöglichkeiten, in den Mitwirkungsgremien.
  • Die Schulgebäude werden vom Bistum übernommen.

Was ist die Herausforderung?
Die Trägerschaft der dann 21 Schulen ist eine große finanzielle Herausforderung. Das Stiftungskapital von derzeit rund 6 Millionen Euro reicht bei weitem nicht aus. Daher muss das Bistum einen Großteil der Mehrkosten für die übernommenen Schulen aus dem Kirchensteueraufkommen übernehmen.
Bereits jetzt fließen jährlich über 10 Millionen Euro aus Kirchensteuermitteln in die kirchlichen Schulen. Damit die finanzielle Herausforderung für die Schulstiftung gelingen kann, ist eine breite gesellschaftliche Unterstützung erforderlich. Mit dem Land Niedersachsen sowie den jeweiligen Landkreisen und Städten werden Gespräche geführt, um die Finanzierung der Übertragung dauerhaft zu sichern, Elternbeiträge bleiben unverzichtbar.

Dr. Winfried Verburg
(Vorstand der Schulstiftung im Bistum Osnabrück)

Di, 25. April 2017

Themen: Schule
Abteilung: Schulen und Hochschulen

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