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Bischofswort zu Amoris laetitia

Die deutschen Bischöfe haben am 1. Februar das Wort "Die Freude der Liebe, die in den Familien gelebt wird, ist auch die Freude der Kirche – Einladung zu einer erneuerten Ehe- und Familienpastoral im Licht von Amoris laetitia" veröffentlicht. Papst Franziskus hatte in den Jahren 2014 und 2015 zwei Bischofssynoden zu Fragen von Ehe und Familie durchgeführt. Danach verfasste er das Nachsynodale Apostolische Schreiben "Amoris laetitia", das am 8. April 2016 erschien. Die deutschen Bischöfe haben über die Bedeutung und Wegweisung dieses Dokumentes in den vergangenen Monaten intensiv beraten. Im Mittelpunkt stand dabei die Frage nach den Schlussfolgerungen, die sich für die Ehe- und Familienpastoral in der Kirche Deutschlands ergibt.

Unbedingt lesen!


Bild: Schwabenverlag
"Was hier geschrieben steht, geht alle an. Und es tut gut: Wertschätzung für Menschen, die in Beziehungen leben, sich unermüdlich füreinander einsetzen und das Abenteuer lebenslanger Liebe wagen. Unbedingt lesen!", empfiehlt Martina Kreidler-Kos, Referentin für Ehe und Familie im Bistum Osnabrück. Beim Lesen könne man wahrnehmen: Auch Papst und Bischöfe sehen, dass es in der Liebe schwierig werden kann. "Endlich wird auch darüber geredet und konstruktiv nach Lösungen gesucht", stellt die Seelsorgerin fest, die sich auch in ihrem gerade erschienenen Buch "Mit Lust und Liebe glauben" mit dem Papstschreiben beschäftigt. Hier gibt es weitere Informationen zum Buch!

Eine neue Ehe- und Familienpastoral

Die Bischöfe nennen als Konsequenzen, die sich aus Amoris laetitia ergeben, insbesondere folgende Säulen einer Ehe- und Familienpastoral:

  • Die Ehevorbereitung bedarf einer Intensivierung, eines verbindlicheren und zugleich überzeugenderen Charakters.
  • Die Bemühungen um die Ehebegleitung sollen verstärkt werden: Eheleute und Familien, insbesondere auch in konfessionsverbindenden Ehen, sollen in der Kirche Angebote für ihre Lebenssituationen finden.
  • Die Familien sollen als Lernorte des Glaubens unterstützt und in dieser oft schwierigen Aufgabe gestärkt werden.
  • Die Zerbrechlichkeit von Ehe und Familie verlangt ein besonders sensibles Verhalten. Papst Franziskus hat dafür den Dreiklang von Begleiten, Unterscheiden und Eingliedern ins Gespräch gebracht. Dieser Dreiklang soll die Pastoral bestimmen, woraus ein hoher Anspruch erwächst.

Das Schreiben der Bischöfe im Wortlaut können sie hier herunterladen.
Hier können Sie das Papstwort Amoris laetitia gratis als Dokument bestellen.

Do, 02. Februar 2017

Themen: Ehe und Partnerschaft

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